Orientierung

Tinnitracks eingestellt – welche Alternative gibt es 2026?

Tinnitracks gibt es nicht mehr: Die Notched-Music-App auf Rezept wurde eingestellt, die Nachfolge-App des Herstellers setzt auf Wissensvermittlung und Begleitung statt auf gefilterte Musik. Wer das Notch-Training weiterführen möchte, findet aktuell keine erstattungsfähige App dafür – aber mit Tinnibuddy eine unabhängige, alltagstaugliche Umsetzung desselben Prinzips.

Gibt es Tinnitracks noch?

Nein. Tinnitracks ist vom Markt. Die App des Hamburger Anbieters Sonormed startete 2015 als vielbeachtete „App auf Rezept“, die das Tailor-Made Notched Music Training zu den Krankenkassen brachte – einzelne Kassen übernahmen die Kosten. Inzwischen wird Tinnitracks nicht mehr angeboten.

Die Nachfolge-App des Herstellers verfolgt einen anderen Ansatz: Sie konzentriert sich auf Psychoedukation und Begleitung im Umgang mit dem Tinnitus – nicht mehr auf das Filtern der eigenen Musik. Für genau das Notched-Music-Training gibt es damit derzeit keine direkte Nachfolge auf Rezept.

Warum wurde Tinnitracks eingestellt?

Zwei Gründe werden diskutiert. Erstens die Alltagshürde: Man musste eigene MP3-Dateien besitzen, hochladen und filtern lassen. Im Streaming-Zeitalter, in dem kaum noch jemand eine lokale Musikbibliothek pflegt, wurde das zum echten Problem. Zweitens die Studienlage: Größere Auswertungen konnten die anfänglichen Hoffnungen nicht eindeutig bestätigen, was die Diskussion um Erstattung und Leitlinien beeinflusste.

Welche Alternativen gibt es 2026?

Es kommt darauf an, was du suchst. Die heutigen Tinnitus-Apps verfolgen unterschiedliche Ziele:

App-TypAnsatzEigene Musik?Auf Rezept?
Nachfolge-/DiGA-Apps (z. B. Verhaltenstherapie)Psychoedukation, Umgang mit TinnitusNeinTeils erstattungsfähig
Masker-/Rausch-AppsTinnitus mit Geräuschen überdeckenNein (Klänge/Rauschen)Nein
Tinnibuddy (Notched Music)Tinnitus-Frequenz aus echter Musik filternJa – Streaming, eigene Dateien, Computer-AudioNein (unabhängig, ohne Rezept)
Grobe Einordnung – keine medizinische Empfehlung, Stand 2026.

Tinnibuddy: das Notch-Training ohne MP3-Hürde

Tinnibuddy führt das Prinzip von Tinnitracks unabhängig weiter und räumt genau dessen größte Schwäche ab: Du brauchst keine eigenen MP3-Dateien mehr. Du bestimmst deine Frequenz und hörst echte Alltagsmusik live gefiltert – aus verfügbaren Musikquellen, eigenen Dateien oder sogar dem Audio deines Computers.

  • Sofort startklar: kein Rezept, keine Wartezeit, kein Datei-Upload.
  • Hörbarer Beweis: A/B-Vergleich zwischen Original und Filter in unter drei Minuten.
  • Auf allen Geräten: iPhone, Android, Mac und Windows mit einem Konto.
  • Auch für Streaming: über den Computer-Stream läuft selbst Spotify oder Apple Music gefiltert – so funktioniert’s.

Häufige Fragen

Gibt es Tinnitracks noch?

Nein, Tinnitracks wird nicht mehr angeboten. Die Nachfolge-App des Herstellers setzt auf Wissensvermittlung und Begleitung statt auf das Filtern eigener Musik. Ein direktes Notched-Music-Training auf Rezept gibt es damit derzeit nicht mehr.

Was ist die beste Alternative zu Tinnitracks?

Das hängt vom Ziel ab. Suchst du Begleitung/Verhaltenstherapie, sind DiGA-Apps passend. Willst du das Notched-Music-Prinzip mit deiner eigenen Musik fortführen, ist Tinnibuddy die nächstliegende Alternative – ohne MP3-Hürde und ohne Rezept.

Übernimmt die Krankenkasse Tinnibuddy?

Nein. Tinnibuddy ist kein Medizinprodukt und keine DiGA, daher gibt es keine Kassenerstattung. Dafür ist es sofort nutzbar und mit 69,99 €/Jahr (Web) deutlich günstiger als viele frühere Lösungen – mit 7 Tagen kostenloser Testphase.

Ist Tinnibuddy von Sonormed oder mit Tinnitracks verbunden?

Nein. Tinnibuddy ist unabhängig entwickelt und steht in keiner Verbindung zu Sonormed oder Tinnitracks. Es greift dasselbe wissenschaftlich untersuchte Prinzip auf, ist aber ein eigenständiges Produkt.

Quellen

  1. Tinnitracks – Wikipedia (Hintergrund & Historie)
  2. Systematic review & meta-analysis of TMNMT efficacy (2024), European Archives of Oto-Rhino-Laryngology (PubMed 38847844)
Tinnibuddy

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