Orientierung

Tinnitracks eingestellt – welche Alternative gibt es 2026?

Tinnitracks ist seit 2024 nicht mehr verfügbar. Die App filterte die persönliche Tinnitus-Frequenz aus der eigenen Musik. Wenn du Tinnitracks kanntest, erfährst du hier, wie du das Notched-Music-Training heute fortsetzen kannst. Ist der Name neu für dich, verstehst du in wenigen Minuten das Prinzip und die Alternativen.

Was war Tinnitracks?

Tinnitracks war eine 2015 gestartete App des Hamburger Anbieters Sonormed. Sie nutzte das Tailor-Made Notched Music Training (TMNMT): Aus eigenen Musikdateien wurde ein schmales Band um die persönliche Tinnitus-Frequenz entfernt. Tinnitracks wurde ärztlich verordnet und von verschiedenen Krankenkassen bezahlt. Die heutige Nachfolge-App des Anbieters konzentriert sich auf Wissen und den Umgang mit Tinnitus – nicht auf gefilterte Musik.

Die App ist weg. Das Prinzip bleibt.

Tinnitracks war eine Umsetzung der Notched-Music-Methode, nicht die Methode selbst. Die bislang umfangreichste Meta-Analyse von 2025 umfasst 14 Studien mit 793 Patienten: Musik mit herausgefilterter Tinnitus-Frequenz senkte Tinnitus-Belastung und wahrgenommene Lautheit signifikant stärker als gewöhnliche Musiktherapie.

Welche Tinnitracks-Alternative passt zu dir?

Entscheidend ist nicht, welche App allgemein die beste ist, sondern was du damit tun möchtest:

Dein ZielPassender AnsatzMusik im Mittelpunkt?
Notched Music weiter nutzenTinnibuddy: filtert die persönliche Frequenz live aus echter MusikJa
Mit der Belastung im Alltag besser umgehenWissens- und verhaltenstherapeutische ProgrammeNein
Den Tinnitus vorübergehend überdeckenMasker- und Rausch-AppsNein – Klänge oder Rauschen
Grobe Einordnung der unterschiedlichen Ansätze, Stand 2026.

So funktioniert Tinnibuddy als Alternative

Tinnibuddy setzt das wissenschaftlich untersuchte Notched-Music-Prinzip als eigenständiges Produkt um. Der Ablauf ist bewusst einfach:

  1. Tinnitus-Frequenz bestimmen oder einen vorhandenen Wert eingeben.
  2. Song aus der Musikbibliothek, eigenen Dateien oder per Computer-Audio starten.
  3. Filter ein- und ausschalten und den Unterschied direkt vergleichen.

Der entscheidende Unterschied zu früher: Du musst Musik nicht erst als MP3 kaufen, hochladen oder konvertieren. Der Filter entsteht live beim Hören – auf iPhone und Android sowie über den Computer-Audio-Modus auf Mac und Windows.

Häufige Fragen

Gibt es Tinnitracks noch?

Nein. Tinnitracks ist seit 2024 nicht mehr verfügbar. Die heutige Nachfolge-App des Herstellers setzt auf Wissen und Begleitung statt auf das Filtern eigener Musik.

Warum wurde Tinnitracks eingestellt?

Der Hersteller nennt auf seiner aktuellen Informationsseite keinen konkreten Grund und schreibt lediglich, dass Tinnitracks seit 2024 nicht mehr verfügbar ist. Für die Nutzung mussten damals eigene MP3-Dateien hochgeladen und aufbereitet werden.

Welche App ersetzt Tinnitracks?

Es gibt keinen offiziellen Nachfolger für das frühere Notched-Music-Training. Wenn du genau dieses Prinzip mit echter Musik weiter nutzen möchtest, ist Tinnibuddy eine naheliegende Alternative – ohne vorherige MP3-Aufbereitung.

Ist Tinnibuddy von Sonormed oder mit Tinnitracks verbunden?

Nein. Tinnibuddy ist unabhängig entwickelt und steht in keiner Verbindung zu Sonormed oder Tinnitracks. Es nutzt dasselbe wissenschaftlich untersuchte Notched-Music-Prinzip als eigenständiges Produkt.

Quellen

  1. Tinnitracks Neuro-Therapie – Status und Nachfolgeangebot (Hersteller)
  2. Unternehmensgeschichte von Sonormed / InfectoPharm Digital Health
  3. Jiang et al. 2025 – Meta-Analyse zu TMNMT (14 Studien, 793 Patienten)
Tinnibuddy

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