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Tinnitus-Frequenz bestimmen: So findest du deine Frequenz

Die Tinnitus-Frequenz beschreibt die Tonhöhe eines tonal wahrnehmbaren Ohrgeräuschs in Hertz (Hz). Du bestimmst sie, indem du Testtöne mit deinem Tinnitus vergleichst. Das geht in der HNO-Praxis oder zu Hause mit einem geführten Frequenzfinder. Wichtig sind eine niedrige Lautstärke, kleine Frequenzschritte und die Oktav-Gegenprobe.

Was bedeutet meine Tinnitus-Frequenz?

Der Wert beschreibt nur die Tonhöhe: Eine kleinere Zahl steht für einen tieferen, eine größere für einen höheren Ton. Er sagt nichts darüber aus, wie laut oder belastend du deinen Tinnitus wahrnimmst. Entscheidend ist deshalb nicht ein Durchschnittswert, sondern der Testton, der deinem eigenen Ohrgeräusch am ähnlichsten klingt.

So bestimmst du deine Frequenz zu Hause

  1. Ruhig und leise starten. Setz Kopfhörer auf, schalte Noise Cancelling, Transparenz- und Adaptive-Modi aus und stelle den Testton nur ungefähr so laut wie deinen Tinnitus.
  2. Den Bereich grob finden. Bewege den Ton von tief nach hoch, bis er deinem Ohrgeräusch nahekommt.
  3. In kleinen Schritten vergleichen. Entscheide wiederholt, ob ein etwas tieferer oder höherer Ton besser passt.
  4. Die Oktave gegenprüfen. Vergleiche das Ergebnis bewusst mit der halben oder doppelten Frequenz. Wähle den Ton, der deinem Tinnitus wirklich ähnlicher klingt.

HNO oder Frequenzfinder – was ist sinnvoll?

Auch in der HNO-Praxis wird der Tinnituston nicht direkt ausgelesen, sondern mit Testtönen abgeglichen. Dort kommen ein kalibriertes Audiometer und ein Hörtest hinzu. Der Browser-Frequenzfinder ist der schnelle Weg für einen ersten oder wiederholten Abgleich zu Hause.

  • Zuerst in die HNO-Praxis: bei neuem, plötzlichem, einseitigem oder pulsierendem Tinnitus, Hörverlust, Schwindel oder Ohrenschmerzen.
  • Fachlich abgleichen: wenn du keinen passenden Ton findest, hohe Testtöne nicht hörst oder einen Hörtest brauchst.
  • Zu Hause starten: wenn dein Tinnitus bereits abgeklärt, tonal und vergleichsweise stabil ist.

Die drei häufigsten Fehler

  • Eine Oktave daneben: Halbierte und verdoppelte Frequenzen können ähnlich wirken. Überspringe die Gegenprobe deshalb nicht.
  • Zu laut vergleichen: Mehr Lautstärke macht den Ton nicht passender und belastet das Gehör unnötig.
  • Klangbearbeitung eingeschaltet: Noise Cancelling, Transparenzmodus oder Adaptive EQ verändern Testtöne. Schalte sie für den Abgleich aus.

Wofür brauchst du die Frequenz?

Beim Notched-Music-Training legt dein Wert die Mitte des Filters fest. Aus der Musik wird ein schmales Frequenzband rund um diesen Ton entfernt. Je besser der Abgleich passt, desto genauer sitzt diese Kerbe an der gewünschten Stelle.

Häufige Fragen

Wie kann ich meine Tinnitus-Frequenz bestimmen?

Vergleiche leise Testtöne mit deinem Ohrgeräusch: zuerst grob, dann in kleinen Schritten und zum Schluss mit einer Oktav-Gegenprobe. Das geht fachlich in der HNO-Praxis oder zu Hause mit einem geführten Frequenzfinder.

Kann man die Tinnitus-Frequenz objektiv messen?

Nein. Die Tonhöhe wird durch Matching bestimmt: Du vergleichst Testtöne mit deinem subjektiv wahrgenommenen Ohrgeräusch. Ein Hörtest kann zusätzlich zeigen, wie gut du einzelne Frequenzen hörst.

Warum passen beim Abgleich mehrere Töne?

Häufig steckt eine Oktavverwechslung dahinter. Ein Ton mit halber oder doppelter Frequenz kann ähnlich klingen. Vergleiche diese Alternativen bewusst und wiederhole den Abgleich bei Unsicherheit.

Brauche ich zum Frequenzabgleich Kopfhörer?

Kopfhörer sind empfehlenswert, weil du leise und ohne Raumklang vergleichen kannst. Schalte Noise Cancelling, Transparenz- und Adaptive-Modi aus. Welche Modelle sich eignen, erklärt der Kopfhörer-Ratgeber.

Quellen

  1. Mahboubi et al. (2012), Annals of Otology, Rhinology & Laryngology: Accuracy of tinnitus pitch matching using a web-based protocol
  2. Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde: S3-Leitlinie Chronischer Tinnitus
  3. Okamoto, Stracke, Stoll & Pantev (2010), PNAS: individuell frequenzangepasste Musik
Tinnibuddy

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